Jonny: Gutmensch und/oder bezahlter Helfer?
 Seiner Gnaden Jonny - gekonnt gerichtet? Fotomontage: Raimund Hesse | |
Warendorf. Er heißt Jonny. Er ist Bundestrainer mit Assistenzcharakter. Er ist ein Dressurspezie von selbsternannten Größengraden. Sein Karrieretripp ins Oberhaus der deutschen Dressurmaschinerie verlief leicht und locker, weil geölt. Einfach und schlüpfrig deshalb, weil Alternativen fehlten und der Chef im Ring nicht länger alles und jedes erledigen wollte und konnte. Eigentlich für die zweite Garde der nationalen Rockträger engagiert, für Leute mit Perspektiven für höhere Weihen auf dem Viereck, hielt der Jonny offensichtlich aber nicht allzu viel davon, sich um jene Aktivisten nachhaltig zu kümmern, denen seine Trainer- und Betreuerdienste von höchster Stelle, dem Haus Nummer 13 in der Freiherr-von-Langen-Straße in Warendorf, in Aussicht gestellt worden waren. „Der hat sich bei uns noch nicht sehen lassen“ oder „Nur guten Tag hat er uns auf dem Turnier gewünscht“. So oder ähnlich lauteten die resignierenden Kommentare von enttäuschten Dressurreitern von Bayern bis Holstein, als diese nach den Trainings-Bestrebungen des Jonny gefragt wurden.