Internationaler Sportgerichtshof kippt Osaka-Regel / FN noch bedeckt
Christian Ahlmann, ein theoretischer Kandidat für die Olympischen Reiterspiele 2012 in London. Unser Foto zeigt Ahlmann auf Taloubet Z beim Leipziger Weltcup-Finale 2011.
Foto: Raimund Hesse
Marl. Für Springreiter Christian Ahlmann (36) geht ein dunkles Kapitel seines Lebens und seiner Sportlerkarriere zu Ende. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong wurde sein Pferd Cöster auf das nicht erlaubte Mittel Capsaicin positiv getestet. Die Folge war zunächst eine viermonatige Sperrung durch den Weltreiterverband (FEI), dann kam das "Nachtreten" der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Form einer Intervention beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS), weil man in Warendorf den Standpunkt vertrat, dass die FEI-Strafe zu gering war. Das neue Urteil für Ahlmann lautete dann nach einem ziemlich kontroversen Verfahren acht Monate, die FN verbannte ihn zusätzlich auf zwei Jahre aus dem Nationalkader. Ahlmanns Einspruch gegen das erhöhte CAS-Urteil beim Schweizer Bundesgericht hatte auch keinen Erfolg. Nun kippte der CAS die Osaka-Regel, wonach Dopingsünder mit einer sechsmonatigen oder längeren Strafe automatisch von den folgenden Spielen gesperrt waren, in diesem Fall betraf es London 2012.